Kurz gesagt
Trikotgewebe ist ein maschenartig gestricktes Fadengewebe, das als druckaufnehmende Einlage in Gartenschläuchen dient und Flexibilität vor Formstabilität stellt.
Trikotgewebe entsteht wie ein Strickstrumpf: Fäden bilden Maschen, die sich ineinander verhaken. Im Schlauch liegt dieses Strickgewebe als Rundstrick zwischen Innen- und Außenwand. Es lässt sich in Längs- und Querrichtung dehnen. Das macht den Schlauch geschmeidig und leicht aufzurollen.
Der Gegenpol ist das Kreuzgewebe, bei dem Fäden in festen Winkeln übereinander laufen. Es hält Form und Druck steifer. Trikotgewebe sitzt daher häufiger in leichten Alltagsschläuchen, Kreuz- oder Spiralgewebe in robusten Schläuchen für hohen Druck. Eine feste Regel ist das nicht, denn die Qualität hängt von Garn, Dichte und Verklebung ab.
Wie Hersteller ihr Gewebe nennen, ist uneinheitlich. Gardena spricht beim Comfort HighFLEX von einem dichten Spiralgewebe, ohne den Begriff Trikot zu verwenden. Prüfe deshalb auf dem Datenblatt, ob der Aufbau erklärt wird. Stiftung Warentest bewertet in test 7/2026 unabhängig vom Gewebe, wie sich Schläuche bei Druck, Knick und UV-Strahlung verhalten. Mehr zum Aufbau liefert der Eintrag zur Gewebeeinlage. Wie du Knicke vermeidest, erklärt der Ratgeber: Gartenschlauch knickt.
Praxisbeispiel
Du wickelst einen weichen Schlauch nach dem Gießen mehrmals auf die Hand. Ein Schlauch mit Strickgewebe lässt sich eng legen, ohne früh zu knicken. Dafür wirkt er unter hohem Druck weicher und weitet sich eher.
Darauf achten beim Kauf
- Frage nach dem Gewebeaufbau, wenn Hersteller nur „verstärkt“ schreiben.
- Achte auf Berstdruck und Knickverhalten statt auf den Gewebenamen allein.
- Für hohen Druck oder lange Strecken lohnt der Blick auf formstabile Aufbauten.
- Vergleiche Modelle im flexible Gartenschläuche.
Weitere Begriffe findest du im Glossar zum Gartenschlauch.
