Kurz gesagt
Die Schlauchlänge berechnest du aus der Strecke von der Zapfstelle zum entferntesten Punkt im Garten, plus Umwege, Biegungen und einer Reserve von einigen Metern.
Miss die Wegstrecke von der Zapfstelle bis zur entferntesten Stelle im Garten, nicht die Luftlinie. Dein Schlauch folgt Beeten, Hecken und Kanten. Rechne grob 20 Prozent Aufschlag für Umwege ein und zusätzlich 3 m Reserve, damit du den Schlauch bequem führen kannst. Das ist eine praktische Faustregel, keine Norm.
Beispiel: Die entfernteste Beetecke liegt 18 m von der Zapfstelle entfernt. 18 m × 1,2 ergibt 21,6 m, plus 3 m Reserve sind knapp 25 m. Ein 25-m-Schlauch passt. Kürzer ist besser, weil mit der Länge der Druckverlust steigt, siehe Druckverlust. Das Sortiment einer Schlauchtrommel umfasst laut Gardena Längen von 7,5 bis 45 m. Prüfe also, ob die Trommel zur berechneten Länge passt.
Prüfe die Rechnung in der Praxis: Lege eine Schnur oder einen alten Schlauch vom Hahn zum Beet und miss ihn aus. Ein längerer Schlauch ist nicht automatisch besser. Er ist schwerer, schwerer zu verstauen und kostet Wasserdruck. Wie viel Wasser noch ankommt, zeigt Durchflussmenge.
Praxisbeispiel
Die Wasserstelle liegt an der Terrasse. Der Weg zum Gemüsebeet führt 12 m am Haus entlang und 6 m quer über den Rasen, zusammen 18 m. Mit Aufschlag und Reserve brauchst du rund 25 m. Du wählst einen 25-m-Schlauch mit 13 mm Innendurchmesser. Für den Rasensprenger an der hinteren Grenze, 32 m entfernt, nutzt du eine Verlängerung.
Darauf achten beim Kauf
- Länge nach Wegstrecke mit Aufschlag, nicht nach Luftlinie wählen
- Gängige Handelslängen prüfen und die nächstgrößere wählen
- Durchmesser an die Länge anpassen: bei langen Strecken eher 3/4 Zoll
- Lagermöglichkeit: Schlauchtrommel oder Wagen passend zur Länge
- Verlängerung statt Übermaß, wenn nur ein Beet weit entfernt liegt
Passende Modelle findest du im Vergleich: Gartenschlauch 30 m im Vergleich. Mehr dazu im Ratgeber: Gartenschlauch kaufen: worauf achten?.
